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The Batman | Kritik, Meinung und Rezension

Ich war letzte Woche in „The Batman“ und war sehr gespannt auf den nächsten Restart einer hoffentlich lang anhaltenden Batman-Filmreihe. Diese Anspannung existiert noch immer, denn ich musste den Film wirklich erstmal sacken lassen, denn ich wollte kein vorschnelles Urteil abgeben und mich auch nicht irgendwelchen Social-Media-Diskussionen aussetzen. In einem Punkt sollten sich aber alle Fans einig sein, denn wir haben hier eine völlig neue Ausrichtung vorliegen, die den dunklen Ritter als Detektiv darstellt. Gemeinsam mit Jim Gordon, Alfred und zum Teil auch Catwoman ermittelt er in Gotham City, um den Riddler aufzuspüren.

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Batman als Detektiv auf der Leinwand

Batman hat seinen Ursprung aus den „Detective Comics“ seit 1939 und er ist kein Actionheld, der offensiv naheliegende Bedrohungen in Gotham City mit Muskelkraft, Kampftechniken und Geld bekämpft, sondern er zieht sich an seinen Computer in der Batcave zurück, um gemeinsam mit Alfred die Rätsel seiner Gegenspieler zu lösen. Diese Fall-Geschichten hatten wir bereits in der kultigen Batman-Serie aus den 60er-Jahren. Hier ermittelten Batman und Robin ebenfalls als Detektive und lösten Rätsel.

Nun hatte ich das Problem, dass ich mein eigenes Credo vergaß und stellenweise während des Film genervt war, dass es eben nicht zu Kampfszenen und Action kam. Mich nervte es auch, dass die spektakulärste Szene in der Nacht spielte und so kaum etwas zu erkennen war auf der Leinwand. Ich spreche hier von einer Verfolgungsjagd mit dem Batmobil, welches hoffentlich in den nächsten Filmen aufgerüstet und modernisiert wird. Es ist in meinen Augen das hässlichste Batmobil in der Filmgeschichte.

Irgendwann kam mit im Kino der Gedanke, dass wir stellenweise einen Tatort mit maskiertem Ermittler sehen. Wir wissen nämlich nichts über den Riddler, der sich hinter einer Maske versteckt, so dass Batman ihm schrittweise näher kommt. Es gibt nur wenige Szenen, in denen die Zuschauer eine Person verdächtigen können.

Filmlänge ist sehr aufgebläht

Der Film ist sehr gut, aber dennoch mindestens 30 Minuten zu lang. Es gibt Szenen, die einfach keinen Sinn machen. Wenn Batman am Ende in Zeitlupe in das Wasser fällt, für einige Zeit untertaucht und dann doch wieder an die Wasseroberfläche kommt, da glaubt niemand im Kino, dass dies nun Konsequenzen für Batman haben wird. Wenn Filmemacher solche Momente schaffen wollen, dann müssen sie dies mit Nebenfiguren machen, die der Zuschauer im besten Fall ins Herz geschlossen haben, die nicht zwingend eine Zukunft in dem Franchise haben müssen.

Wenn sich Catwoman am Ende des Films entscheiden, dass Batman ihr nicht folgt, warum sehen wir dann eine gemeinsame Motorradfahrt, die darin endet, dass einer nach links und die andere nach rechts abbiegt? Entweder es wird der Dialog gezeigt oder die Motorradfahrt, aber solche unnötigen Szenen blähen den Film auf seine fast dreistündige Gesamtlänge auf.

Meine Probleme mit „The Batman“

Wir sind sofort im zweiten Jahr von Batman und sehen weder den Tod seiner Eltern, noch kennen wir seinen Weg von Bruce Wayne zu Batman. Dies ist auch gut so, denn mittlerweile wissen wohl alle Bescheid und einige Eckpunkte werden während des Films beiläufig erwähnt. Der Tod seiner Eltern spielt eine Nebenrolle in de Film und Alfred gibt an, dass er Batman gezeigt hat zu kämpfen.

Jedoch fehlt uns schon ein wenig der Beziehungsaufbau zwischen Batman und Jim Gordon oder wir werden fast völlig von dem Kuss zwischen Batman und Catwoman überrascht. Da fehlt ein wenig die Tiefe in der Charakterentwicklung. Nun könnte man sagen, dass hier die Geschichte oder der Fall im Zentrum des Films stehen, aber dafür dauert der Film dann doch zu lange.

Spoiler, Logikfehler und Ausblicke in die Zukunft

Neben dem inneren Kampf von Bruce Wayne gibt es noch einige Easter-Eggs und Ankündigungen für kommende Filme. Insgesamt wurde der Grundstein für eine spannende und mitreißende Trilogie gelegt. Schon allein das Ende, welches den Riddler als Gefangener in Arkham Asylum zeigt, also dieser nicht getötet wurde, gibt Hoffnung, dass erfolgreiche und beliebte Gegenspieler häufiger eingesetzt werden. In den früheren Trilogien gab es eher selten den mehrfachen Auftritt eines Hauptbösewichts.

Batman entkommt aus der Zelle

Es gibt Momente in einem Film, die reißen einen komplett aus der Handlung. Dies ist schade bei so einem spannenden Film. Batman wird auf dem Polizeirevier von sehr vielen Polizisten festgehalten. Jim Gordon bittet um ein Vieraugengespräch und alle Polizisten verlassen durch eine Tür den Raum. Nun gibt Gordon heimlich seinen Schlüssel an Batman, der dann durch eine andere Tür fliehen kann, wo keine Polizisten auf ihn warten.

Kurz nach seiner Flucht vor der Polizei treffen sich dann Batman und Gordon am Batsignal. Auf diesen Treffpunkt wäre ich als Polizist aber gekommen. Da Batman der Polizei am Anschluss dieser Szene fast egal ist, haben wir hier wieder einige Minuten im Film, die wir nicht gebraucht hätten.

Dem Pinguin gehört die Zukunft

Habt ihr Collin Farrell als Oswald „Oz“ Cobblepot alias Der Pinguin erkannt? Ich wusste eigentlich von der Besetzung, aber ich habe in keiner Sekunde des Films an Collin Farrell gedacht. Es ist aber bestätigt, dass eben dieser Collin Farrell den Pinguin in einer eigenen DC-Serie spielen wird, um den HBO Max mit exklusiven DC-Content zu befüllen. Im Film selbst spielt er eher eine der wichtigen Nebenrollen, doch am Ende trumpft er schon groß auf, so dass es mit großer Sicherheit auch ein Wiedersehen auf der Leinwand geben wird.

Riddler-Rätsel mit Übersetzungsproblemen

Ich habe den Film in deutscher Sprache gesehen und hier kommt es zu einem Übersetzungsfehler. Der Riddler stellt das Rätsel: „Was macht ein Lügner wenn er tot ist?“ Die Lösung auf deutsch lautet dann „Er lügt still“ und im englischen bedeutet allerdings das Wort „still“ in etwa „immer noch“. Diese Übersetzung von „immer noch“ ergibt im Kontext auch viel mehr Sinn, weil der Riddler hochrangige Persönlichkeiten von Gotham City tötet und dann erst dessen Vergehen öffentlich aufzeigt.

Der Film übersetzt Texte im Film, wenn diese zum Beispiel in Form von Mindmaps auf den Boden geschrieben werden oder als Schlagzeile im Film auftauchen. Jedoch haben hier Übersetzer entweder geschlafen oder es passte mit dem einen Wort mehr nicht in den Film.

The Joker in The Batman?

Am Ende des Film unterhält sich der Riddler in Arkham Asylum mit einem Mithäftling und hier fallen eindeutige Wörter, wie Clown, oder auch ein diabolisches Lachen. Dieser Gefangene wird von Barry Keoghan gespielt, der seinen Durchbruch in dem Film „Dunkirk“ feierte, aber auch bei Eternals in einer der Hauptrollen mitspielt.

Es ist bestätigt, dass Barry Keoghan irgendwann als Joker in der Hauptrolle auftauchen wird, da Gerüchte bestätigt wurden, dass es sogar eine Szene mit dem Joker und Batman gab, der ihn während seiner Ermittlungen wahnsinnig machen sollte. Dies würde aufzeigen, dass der Joker als psychologische Herausforderung für ziemlich große Verwirrung im Inneren von Bruce Wayne lösen sollte. Wenn sich dieser Film dem jetzigen Stil treu bleibt, dann wird es ein rasantes Psychospiel.

Comic-Vorlagen zu „The Batman“

Der Film ist keine reine Comicverfilmungen, wie es beinahe üblich ist bei Filmen. Dennoch spielen viele erfolgreiche Comics eine große Rolle in dem Film. Hier sind vor allem folgende Comics zu erwähnen, die so oder so jeder Fan in seiner Sammlung haben sollte:

Diese Comics könnt ihr mit dem Klick auf die Links separat erwerben oder ihr kauft hier das exklusive Comic-Filmpaket mit einer DC-Stofftasche*. Ein tolles Set für Filmliebhaber, Batman-Fans und Batman-Einsteiger.

Aktuell ist „Batman- Das erste Jahr“ in seiner neuen Form der Neuauflage aktuell ein Bestseller bei Amazon. Das Interesse an den Anfängen des dunklen Rächers ist dank des Films auf einem Höhepunkt und hier wird sich zeigen, ob auch neue Fans dazukommen und wie häufig uns Robert Pattinson als maskierter Detektiv begeistern wird.

Wie fandet ihr den Film? Habt ihr die gleichen Schwächen erkannt oder übertreibe ich? Schreibt mir gerne einen Kommentar und lasst uns über den Film diskutieren.

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Die neuen großen Drei der Manga?

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Die großen Drei. Ein Jahrzehnt lang (2004-2014) war dieser Begriff fest mit den drei Manga One Piece, Naruto und Bleach verbunden. Naruto verabschiedete sich mit seinem Serienende im Jahre 2014. Bleach hingegen wurde schon vor dem eigentlichen Aus der großen Drei von vielen Anime und Manga Fans nicht mehr als Teil des Siegertreppchens der Branche gesehen. Die Qualität nahm ab, Leser waren nicht zufrieden mit dem Pacing der Reihe und dann das abrupte Ende. So ergaben sich auch die immer weiter abfallenden Verkaufszahlen. Nur One Piece läuft noch heute.

2014 erschien auf Comicstation ein Beitrag zu den großen Drei der Manga. Jetzt, 8 Jahre später ist der Zeitpunkt gekommen, um einen Blick auf die gegenwärtige Situation der großen Drei zu werfen. Was hat sich geändert?

Wer sind heute die großen Drei der Manga?

Aus welchen Manga sich die heutigen Big-Three zusammensetzen und ob sie noch existieren, lässt sich schwer beantworten. Versucht man allerdings eine zeitgemäße Liste der großen Drei zu erstellen, scheint es als hätte One Piece seinen Platz bis heute nicht verloren. Führt man seinen Versuch fort, trifft man schnell auf Schwierigkeiten.

Viele erfolgreiche Manga laufen einfach nicht lang genug. Die wenigen, die lang genug laufen sind wiederum nicht erfolgreich genug.

One Piece – Der alte Hase in ständig neuem Gewand

Schon damals zu Zeiten der großen Drei mit Naruto und Bleach der Älteste. Heute erst recht. Dabei gelingt es Oda seinen Gummimenschen mit seiner Piratenbande im Schlepptau immer wieder in neue Umgebungen zu werfen. Dabei kann es sich um Japan zur Edo-Zeit, eine Insel auf dem Rücken eines Elefanten oder ein Land, das aus schokoladigen Inseln besteht, handeln.

Die Verkaufszahlen sinken mit der Zeit, dem ist nicht mehr viel entgegenzusetzen. Verständlich, immerhin feiert der Kult-Manga dieses Jahr sein 25-jähriges Jubiläum. Nichtsdestotrotz steht One Piece auch heute noch auf den Spitzenplätzen, was die Verkaufszahlen angeht.

Ende 2022 wird die Realverfilmung von One Piece auf Netflix zu sehen sein. Der Live-Action-Cast sorgte für Gesprächsstoff und die vorzeitige Beendigung von „Cowboy Bepop“ sorgt dafür, dass wir Fans nicht absehen können, ob die Netflix-Serie zu „One Piece“ für neuen Schwung und neue Fans sorgen wird oder ob das Experiment kurzzeitig scheitern wird.

My Hero Academia – Der spirituelle Nachfolger Narutos

Ein etwas weinerlich erscheinender Junge, der es in seinem Leben nicht leicht hat. Von den anderen Kindern wird er ausgegrenzt und verspottet, weil er anders ist als der Rest. Das kommt euch bekannt vor? Kein Wunder, immerhin ist es die Ausgangssituation von gleich 2 beliebten Manga. Sowohl Naruto als auch My Hero Academia ließen sich mit diesem Satz einleiten. Aber das ist nicht genug der Ähnlichkeiten. Auch dass die Charaktere beider Reihen zuallererst eine Ausbildung durchlaufen müssen, um ihrer Berufung als Ninja oder Superheld nachgehen zu können, eint die beiden.

Knapp 8 Jahre lang hat sich My Hero Academia nun wacker an der Spitze der Manga geschlagen. Der Titel als einer der großen Drei scheint für die heutigen Verhältnisse redlich verdient. Ende 2021 gab der Mangaka Kohei Horikoshi bekannt, den Manga in den nächsten 1-2 Jahren beenden zu wollen.

Der dritte im Bunde?

Wenn dieser Artikel ein paar Jahre früher erschienen wäre, das mittlerweile beendete Attack On Titan ein heißer Kandidat geworden. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es wohl keine richtige Antwort. Aber ein Kandidat sticht klar hervor. Jujutsu Kaisen. Im letzten Jahr meistverkaufter Manga Japans, erfolgreiche Anime Umsetzung + Film. Ist man in der Anime und Manga Szene unterwegs, gab es in den vergangenen 2 Jahren keinen Weg an Jujutsu Kaisen vorbei.

Hält der Höhenflug der Reihe an ist es gut möglich, dass Yuji Itadori bald im Namen der großen Drei Flüche beseitigt.

Die Formel hinter den großen Drei

Um Teil der großen Drei zu werden, müssen einige Kriterien erfüllt werden. Am wichtigsten ist die wöchentliche Veröffentlichung von neuen Kapiteln. Das befriedigt nicht nur die Nachfrage der Leser und bindet sie. Mit der hochfrequenten Veröffentlichung neuer Kapitel sorgt man auch automatisch für regelmäßige und schnelle Erscheinungen ganzer Bände, die sich dann verkaufen lassen.

Für das Bekanntwerden der Reihe ist es aber ebenso essenziell, in welcher Zeitschrift die Kapitel überhaupt veröffentlicht werden. Dabei stellt sich heraus, dass alle Vertreter der ehemaligen großen Drei im Weekly Shōnen Jump von Shueisha erschienen. Auch Dragonball, welches von vielen als der Vater des modernen Shōnen gilt, erschien seinerzeit im Weekly Shōnen Jump

Shōnen. Das nächste wichtige Kriterium. Das Genre Shōnen bezieht sich mehr auf die Zielgruppe, die erreicht werden soll, als auf die Inhalte der jeweiligen Manga. Shōnen bedeutet hierbei, dass die Hauptzielgruppe Jungen und Männer im jungen Alter sind.

Story und Setting sollten vor allem zu Beginn nicht kompliziert zu verstehen sein, um keinen potenziellen Leser zu vergraulen. Da die großen Drei sich bisher auch immer durch ihre überdurchschnittliche Laufzeit auszeichneten, bietet diese auch ausreichend Raum für spätere Ausführungen und Erklärungen.

Das letzte Puzzlestück ist die Anime-Adaption. Anime helfen enorm dabei ihrer Vorlage Aufmerksamkeit zu verschaffen. Der Manga Tokyo Revengers gilt hier als Paradebeispiel. Rund 4 Jahre existiert der Manga bis jetzt, doch gleich die Hälfte aller Verkäufe konnte der Manga im Jahr 2021 verbuchen. Das Jahr, in dem der Tokyo-Revengers-Anime anlief.

Nie wieder die großen Drei?

Die Landschaft der Manga hat sich verändert. Nun gut, die gesamte Unterhaltungsbranche hat das getan. Das Angebot und damit auch die Vielfalt verschiedener Themen, die angesprochen werden, ist explodiert. Heutzutage findet jeder den Manga, der seinen Vorlieben entspricht und seinen Ansprüchen standhält.

Langlebigkeit lässt sich nicht mehr so leicht mit Erfolg vereinbaren. Die drei Manga, die sich 2021 am besten in Japan verkauften, waren Jujutsu Kaisen (2018-Heute), Demon Slayer (2016-2020) und Tokyo Revengers (2017-Heute).  Ausnahmslos frische Manga oder nicht allzu lange Manga.

Will man in Zukunft von den großen Drei reden, muss man sich bewusst sein, dass es wahrscheinlich niemals mehr eine Ära wie die aus Naruto, One Piece und Bleach bestehende geben wird. Die Lebensdauer der meisten Manga gibt das nicht her. Jährliche Preisverleihungen geben da möglicherweise mehr Aufschluss.

Wie ist eure Meinung zur aktuellen Lage der Manga? Wir freuen uns auf den Austausch in den Kommentaren.

Der Joker – Töte den Joker!

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Eine neue Geschichte mit dem Joker im Fokus hat in Deutschland begonnen. Die Prämisse ist eine altbekannte. Ein schreckliches Attentat im Arkham Asylum hat sehr viele Menschen in den Tod gerissen. Das berühmte Joker-Gas kam zum Einsatz. Dies hat zur Folge, dass kriminelle Organisationen und Familien nun den Joker suchen und diesen töten wollen.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht als Protagonist der ehemalige Commissioner James Gordon, der einen Job als Auftragskiller annimmt und sich mit unbegrenzten finanziellen Ressourcen auf die Suche nach dem Joker macht, den er auch sehr schnell findet.

Ihr wisst alle, dass ich hier meine Comic-Rezensionen ohne Spoiler schreibe, doch für einen Comic-Fan sollte es nicht überraschend sein, wenn ein „Guter“ gemeinsam mit vielen „Bösen“ einen Superschurken jagen, dass dieser dann seine Unschuld beteuert. So kommt es, dass James Gordon ziemlich früh in der Geschichte den Joker aufspürt, mit seiner Waffe auf dessen Kopf zielt, aber dann den Schuss nicht abgibt, weil der Joker vorgibt unschuldig zu sein.

Joker Collage

Bisher ist erst der erste Band dieser neuen Geschichte erschienen, die Teil der „Infinite Frontier“ von DC Comics ist und auf dem Cover als Start einer neuen Ära betitelt wird. Dies bedeutet, dass ich das Ende der Geschichte nicht kenne, aber den Verdacht habe, dass der Joker am Ende doch schuldig sein wird. Dies würde zu meinem Lieblingsschurken passen.

Die Story ist sehr brutal und der Cliffhanger zum zweiten Band bringt die Vorfreude auf ein Maximum. Der Joker als Jäher und Gejagter, das geheimnisvolle Attentat, die vielen Beteiligten mit der Wut auf den Killerclown und viele weitere Facetten machen diese Geschichte richtig groß. Batman spielt bislang nur eine Nebenrolle, aber auch hier kann er jeden Moment auftauchen.

Warum jagt James Gordon den Joker?

James „Jim“ Gordon musste bislang häufig unter dem Joker leiden. Dieser schoss seine Tochter Barbara Gordon nieder, die dann lange Zeit im Rollstuhl saß und nur mit Hilfe einer Prothese wieder laufen konnte. Früher war Barbara Gordon als Batgirl unterwegs und heute unterstützt sie Batman als Hackerin unter dem Decknamen Oracle.

Im Zuge dieses Kriegs mit dem Killerclown wurde James Gordon übel gefoltert und die ganze Geschichte passierte im legendären Kult-Comic „Batman: The Killing Joke“*. Der Comic wurde in den letzten Jahrzehnten häufig neu auf den Markt gebracht, aber bis heute wird auf das Ereignis immer wieder hingewiesen. Neben dem Comic kann ich euch auch den entsprechenden Animationsfilm empfehlen, den es für wenig Geld direkt hier bei Amazon* Prime gibt. Als großer Fan des Jokers ist das eine meiner absoluten Lieblingsgeschichten.

Jim Gordon ist in dieser Geschichte nur noch ein normaler Bürger der Stadt Gotham City, der unter anderem auch den Tod seines Sohnes verarbeiten muss. Die Jagd auf den Joker hat ihn viel gekostet und er wird stets von den Bildern in seinem Kopf gequält.

Das Gute gegen das Böse

Diese Joker-Geschichte hat mal wieder das alte Spiel „Gut gegen Böse“ in sich und es ist das zentrale Thema, wenn es um die Superschurken in den Comics geht. Ein Joker mordet und tötet sich seit seinem ersten Auftritt im Jahr 1940 durch Gotham City. Immer wieder wird er geschnappt, kommt zur Verwahrung nach Arkham Asylum, bricht aus, mordet weiter und wird wieder geschnappt.

Nun geht es darum diesen Kreislauf zu durchbrechen und hier ist neben Batman ausgerechnet Jim Gordon genau der richtige Kopfgeldjäger. Sein Kampf gegen das Böse war auch immer mit dem Glauben an das Gute verbunden. Polizisten töten keine Superschurken, denn sie glauben an das Recht und das Gesetz. Der Clownprinz des Verbrechens hat allerdings die Diagnose „Wahnsinn“ und kommt daher nur selten in ein Gefängnis, sondern sitzt wieder in der Irrenanstalt ein.

Ich kenne die ganze Story wirklich noch nicht, denn in Deutschland kommt der zweite Band erst im Juli auf den Markt und ich werde mir weiterhin die Spoiler aus dem amerikanischen Original sparen.

Der Kampf von Batman und Gordon gegen das Böse ist immer mit dem Glauben an eine bessere Zeit in Gotham City verbunden. Vor allem die Szene, in der Gordon direkt auf den Kopf von Joker zielt, alles vorbei sein könnte, aber er dann doch die Zweifel an seiner Schuld hat, macht dieses Universum einfach aus. Wir sehen im letzten Kapitel dieses Bands auch die Geschichte über den ersten Aufenthalt des Jokers in Arkham Asylum. Dies hat viel mit der Story zu tun, aber zeigt auch, dass Jim Gordon seit so vielen Jahren mit diesem Killerclown in seinem Kopf lebt.

Würdest Du den Joker töten?

Die Reihe „Joker/Harley: Psychogramm des Grauens“ aus dem DC Black Label beschäftigt sich ebenfalls mit dem Einfluss des Superkriminellen auf seine Mitmenschen. Harley Quinn unterstützt hier Jim Gordon als Profilerin und kann sich ebenfalls der Anziehung des Jokers nicht richtig entziehen.

Immer wieder stelle ich mir bei den Geschichten vor ob ich den Clownprinz des Verbrechens töten würde. Wenn ich Jim Gordon wäre, dann hätte ich abgedrückt. Oder hätte ich nicht? Dieser Gerechtigkeitssinn ist in der realen Welt wahrscheinlich auch bei einigen Polizisten und Ermittlern vorhanden, aber niemand erzählt deren Geschichten. Es hat beim Joker immer etwas mit Psychologie zu tun und diese Figur fasziniert mich seit mehr als zwei Jahrzehnten.

Ihr könnt euch den spektakulären Band direkt im Panini-Shop* besorgen. Im Panini-Shop findet ihr direkt unter dem Produkt bei „Ähnliche Artikel“ wertvolle Hinweise auf kultige Comics mit dem Joker.

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3 Spider-Man-Comics für die MCU-Fans

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Noch immer haben wir den aktuellen Spider-Man-Film „No Way Home“ nicht verarbeitet und erst so langsam trauen sich Comic-Facebook-Gruppen die ersten Spoiler zu posten. Ich freue mich schon auf den Filmstart bei Disney+, da ich den Film dringend ein zweites Mal mir anschauen möchte.

In der Zwischenzeit habe ich bei Panini drei Comic-Veröffentlichungen gefunden, die sich mit genau den Themen beschäftigen, die auch der Film behandelt. Es geht um die Demaskierung von Spider-Man und auch seine Liebe zu Mary Jane. Neben diesen wichtigen Themen in der Geschichte von Spider-Man möchte ich noch einen dritten neuen Comic-Band empfehlen, der sich speziell an jüngere Leser:innen beschäftigt. Im Film bildet Peter Parker mit Michelle (MJ) und Ned ein junges Trio, welches gemeinsam an Lösungen forscht. Es ist schon speziell, dass Kinder im MCU gegen gefährliche Bösewichte kämpfen, aber genau hier setzt meine Comic-Empfehlung ein.

Viel Spaß mit meinen Comic-Empfehlungen, die sich auch an Einsteiger, Neulinge, aber auch für Experten und fortgeschrittene Comic-Leser:innen richten.

Spider-Man: Enthüllt

Dieser Band beschäftigt sich auf mehreren Ebenen mit der Geheimidentität von Spider-Man und Peter Parker. Er enthält mehrere Comic-Bände aus den Jahren 1964-2006.

  • Demaskiert von Dr. Octopus
  • Doch nicht demaskiert!
  • Der Spider-Slayer!
  • Spider-Man am Ende!
  • Konfrontation
  • Krieg im eigenen Land (Teil 1 und Teil 2)

Verschiedene Bösewichte und vor allem J. Jonah Jameson vom Daily Bugle sind immer auf der Jagd nach der geheimen Identität von Spider-Man. Irgendwie werden solche Enthüllungen von Journalisten auch erwartet, aber auch verschiedene Bösewichte haben natürlich großes Interesse hinter das Geheimnis von Peter Parker zu kommen.

Dieser Band ist wirklich sehr spannend, denn ständig muss Peter Parker sein Geheimnis schützen, seine Freunde und Familie anlügen und seine Gegner lassen sich ständig was neues einfallen, um ihn zu demaskieren.

Die letzte Story in diesem Hardcover-Band spielt zu der Zeit des „Civil War“, in dem sich die Superhelden in zwei Lager geteilt hatten, so dass Captain America und Iron Man jeweils ein Team anführten. Im „Civil War“ ging es um ein staatliches Gesetzt der USA, welches eine Registrierung von Menschen mit Superkräften forderte. Im Rahmen dieser Handlung zeigt sich Spider-Man in einer Pressekonferenz und demaskiert sich für den Frieden selbst.

Wir kennen diese Art der Story auch aus dem MCU, aber hier gesteht Iron Man, dass Tony Stark hinter der Rüstung steckt.

Das Thema „Demaskierung“ ist bei allen Superhelden immer eine spannende Geschichte und in diesem Banner wird es sehr schön, anschaulich und spannend in den Mittelpunkt gestellt. Eine optimale Lektüre für alle Fans des MCU-Films mit Spider-Man.

Der Sonderband ist ab sofort direkt im Panini-Shop* erhältlich oder hier bei Amazon*.

Spider-Man – Ein besonderer Augenblick

In diesem Sonderband geht es um die Folgen der Demaskierung. Es geht hier, ähnlich wie im Film, auch um die Umkehr der Demaskierung von Spider-Man. In diesem Szenario sind Mary Jane und Peter Parker verheiratet. In diesem Sonderband taucht passend zum Film auch Dr. Strange auf, der aber von Iron Man und Reed Richards begleitet wird. An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass ich mich sehr auf den Start der Fantastischen Vier im MCU freue.

In diesem Sonderband sind vier Comics aus dem Jahr 2010 enthalten, die optimal als Fortsetzung zu dem oben beschriebenen Sonderband gelesen werden können. Beide Sonderbände enthalten Hefte aus der Reihe „Amazing Spider-Man“, die 1963 startete.

Mary Jane opfert hier ihre Ehe zu Peter Parker und geht einen Pakt mit Mephisto ein, damit Spider-Man wieder unerkannt die Welt retten kann. Die Folgen dieser Entscheidung und der große Verlust der Liebe zeichnen den Weg dieses Comics.

Wir dürfen auch sehr gespannt sein, wie die Geschichte von Spider-Man im MCU weitergehen wird, da viele Fortsetzungen bereits angekündigt wurden und das junge Trio wieder zueinanderfinden muss. Vielleicht haben wir Glück und wir sehen die große Hochzeit zwischen MJ und Peter Parker auf der großen Leinwand, denn in vielen Geschichten spielt diese Hochzeit eine zentrale Rolle für viele Handlungsstränge.

Ihr bekommt diesen besonderen Sonderband ebenfalls hier im Panini-Shop* oder auch hier bei Amazon*.

Spider-Man – Spidey und seine Forscherfreunde

Diese Comic ist für die jungen Leser:innen, denn ich habe diesen Band gemeinsam mit meinem fünfjährigen Patenkind gelesen. Hier ist Peter Parker ein Teil eines Forscherteams und während der Kämpfe werden wissenschaftliche Zusammenhänge erklärt. Dieser Comic erfüllt einen interessanten Bildungsauftrag und packt zu der Atmosphäre des Films, wenn Peter Parker mit Hilfe seines Wissens für jeden Bösewicht versucht ein Heilmittel zu entwickeln.

Spider-Man ist Teil eines Nachwuchsprogramms von Tony Stark und den Avengers, die junge Superhelden und Wissenschaftler ausbilden. In diesem Abenteuer müssen also auch technische Herausforderungen gemeistert werden.

Reboot, kollektives Bewusstsein, Flugzeugtechnik, Server und viele weitere Begriffe aus der Welt der Technik werden in diesem Comic auf einfache und verständliche Weise erklärt. Dieser Band hat auch mir sehr großen Spaß gemacht, weil die ganze Geschichte eine wundervolle und mitreißende Dynamik hat.

Dieses junge Team macht Spaß und hat hoffentlich eine glorreiche Zukunft in den Comics und irgendwann auch auf der Leinwand oder in einer Marvel-Serie auf Disney+.

Hier gibt es die tolle Jugendliteratur mit Spider-Man bei Panini* oder bei Amazon*.

Schaut nicht nur die Filme, lest auch Comics

Wenn euch die aktuellen MCU-Filme mit Tom Holland als Spider-Man gefallen, dann schaut euch doch mal genau diese drei Comic-Empfehlungen an. Die Verfilmungen ähneln sich sehr den Comic-Vorlagen, aber einiges wurde auch an die heutige Zeit angepasst. Darum ist es stets auch spannend, den Spider-Man vergangener Jahrzehnte zu bewegen, die immer wieder historischen Kontext aufgreifen. Netzschwinger, Spidey oder die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft, der Charakter hat so viele Facetten in den letzten Jahrzehnten gezeigt und wir freuen uns auf viele weitere spannende Abenteuer.

Ich finde es auch schön, dass der Comic mit den Forscherfreunden meine beliebte These über bildende Comics unterstützt. Das Medienverhalten der heutigen Generationen befindet sich im Wandel, aber das Lesen sollte nicht komplett in Vergessenheit geraten. Comics sind wunderbare Einstiegslektüren für junge Menschen. Meinen ersten Marvel-Comic habe ich bereits zu meiner Zeit in der Grundschule bekommen. Die Sammlung wuchs schnell an, aber ich las auch alle Jugendromane, wie TKKG, Die Fünf Freunde, Die drei ??? und viele weitere Reihen.

Welche Spider-Man-Comics könnt ihr Einsteiger:innen und Film-Fans noch empfehlen?

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Harry Potter – Comics, Trading Cards und Jubiläumsbox

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Es ist kein großes Geheimnis, dass ich ein großer Panini-Fan bin und regelmäßig dort im Shop auf der Suche nach neuen Comics bin oder schon ganz gespannt die neue Panini-Vorschau erwarte. Nun war ich ein weiteres Mal auf der Seite und entdeckte die Harry Potter Evolution Trading Cards. Zum Anlass des 20. Geburtstages des ersten „Harry Potter“-Films gab es nicht nur das große „Harry Potter 20th Anniversary: Return to Hogwarts“, welches es bei Sky in Deutschland zu sehen gibt, sondern auch eine „Trading Card Anniversary Edition“. Diese Box habe ich für diesen Artikel zur Verfügung gestellt bekommen, aber es wird hier auch um folgende Frage gehen:

„Warum gibt es keine offiziellen Harry Potter Comics?“

Jubiläumsbox zum 20. Geburtstag der „Harry Potter“-Filme

Harry Potter Jubiläumsbox

Im Online-Shop von Panini wurde der Inhalt der Box bis Ende Januar nicht verraten, da sich die Fans wirklich überraschen konnten. Die Besonderheit an den Sammelkarten von Harry Potter ist, dass Charaktere, Motive und berühmte Szenen aus dem Film einen direkt wieder in den Kinosessel ziehen, auch wenn wir gerade nicht Lust haben die ganze Reihe zu sehen. Jedoch hat Netflix sich aktuell die Rechte an den Filmen gesichert und sofort befanden sich gleich mehrere Teile in den Top 10 in Deutschland. Der Hype um Harry Potter ist noch lange nicht vorbei. Die Box könnt ihr hier* erwerben und damit eine wunderbare Ergänzung zu den übrigen Trading Cards.

Vorsicht vor Spoiler

Wenn ihr die Box öffnet, dann springt euch direkt ein kleines Booklet oder Magazin entgegen. Dieses nicht sofort anschauen, denn es verrät den gesamten Inhalt der Box. Lest euch auch nicht die Beschreibung auf dem Rücken des Deckels durch, denn dort ist ebenfalls eine Beschreibung des Inhalts enthalten.

Wenn ihr die Box öffnet, dann erwartet euch eine Glitzerkarte mit dem Logo von Hogwarts und zwei geheimnisvolle Stapel mit jeweils 10 ausgesuchten Sammelkarten. Diese Karten sind nicht nicht zufällig dort einsortiert, so wie ihr es bei normalen Packs der Serie erhaltet, sondern es sind Spezial-Karten zu diesem Jubiläum und Geburtstag von Harry Potter.

Sammelordner im „Harry Potter“-Design

Achtet also bei der Bestellung dringend darauf, dass ihr euch versucht möglichst nicht zu spoilern. Die Karten sind auch alle als Jubiläumskarten gebrandet, so dass diese einen speziellen Platz in eurem Sammelalbum erhalten sollten. Es gibt einen offiziellen Panini-Sammelordner im „Harry Potter“-Design*, der nur 9,90 € kostet und direkt 32 Sammelkarten erhält. Ich liebes es diese Sammelkarten zu sammeln, zu sortieren und mir dann selbst eine Reihenfolge der Karten für den Sammelordner zu erstellen. Häufig erstelle ich mir immer exakt einen vollen Sammelordner, dann suche ich mir Tauschpartner oder verschenke die Sammelkarten, die es nicht in den Ordner geschafft haben oder ich eben am Ende als doppelte Sammelkarte übrig habe. Diese Sammelordner stehen bei mir im Schrank und ich schaue sie mir immer wieder gerne an.

Sammelkarten und Sammelsticker

Neben den Trading Cards gibt es auch die Sammelsticker zum bekleben von liebevoll gestalten Sammelalben. Alle „Harry Potter“-Produkte von Panini könnt ihr stets hier* finden. Das Album für die Sticker hat für Fans den Vorteil, dass die Texte in dem Album euch mit Informationen versorgen könnt und vielleicht lernt ihr noch etwas neues aus der Welt der Zauberer.

Evolution Trading Cards

Die Trading Cards haben eine sehr gute Qualität und auch die Vielfalt der Motive begeistert mich. Es gibt Charaktere, Szenen, magische Orte, magische Artefakte und sogar mehrteilige Bilder. In dem Sammelordner ist immer Platz für drei nebeneinanderliegende Sammelkarten und hier solltet ihr genau schauen, ob ihr nicht ein dreiteiliges Bild zusammen bekommt.

Die Bilder haben immer eine Vorderseite und eine Rückseite. Die Vorderseite ist ein Motiv und auf der Rückseite finden wir ein kleineres Bild, welches thematisch zu der Vorderseite passt und eine Nummer.

Ich finde die Idee mit den mehrteiligen Sammelkarten großartig, doch da empfehle ich euch wohl doch, dass ihr beim ersten Sammeln auf die Reihenfolge achtet, damit es am Ende alles passt. Irgendwann könnt ihr das umstrukturieren, aber auf der Rückseite wird immer erklärt, ob das Bild für sich alleine steht oder ob da noch ein Bereich fehlt. Das ist wirklich spannend und ich freue mich auf die Erstellung meines Sammelordners.

Die große Nachfrage nach „Harry Potter“-Comics

Irgendwie liegt es bei der zauberhaften Welt und den vielen Charakteren doch nahe, dass es auch entsprechende Comics geben sollte. Ich habe euch mal einige Projekte herausgesucht, in denen Fans eigene Webcomics über die Welt von Harry Potter produziert haben. Einige haben eine große Fangemeinde hinter sich.

LEGO-Comics mit Harry Potter

Wir im Freundeskreis spielen gerade alle die LEGO-Spiele mit Harry Potter, weil es hier gerade für die Nintendo Switch die „LEGO Harry Potter Collection*“ gibt, die beide Spiele in einer Remastered-Version enthält und so die komplette Filmreihe nachgespielt werden kann. Auf dieser Seite gibt es ein großes Archiv mit Webcomics, in denen LEGo-Figuren eine Hauptrolle spielen. Hier wurden mit Hilfe von Fotos und Sprechblasen viele spannende, lustige und interessante Geschichten erzählt.

Lustige Dumbledore-Comics

In diesem Blog-Artikel findet ihr eine Sammlung von lustigen Webcomics mit Albus Dumbledore in der Hauptrolle. Das sind wirklich witzige kurze Sketch-Comics, die sich über die Besonderheiten von Dumbledore lustig machen. Harry Potter ist fest in der Meme-Kultur im Internet verankert, so dass dieser Spaß nicht ganz unerwartet kam.

Comics über das Eheleben von Harry Potter

Ich habe auch hier den Hinweis auf Pinterest bekommen, wo es unter anderem über die Zeit nach den Filmen geht. Hier wird das Eheleben von Harry Potter beleuchtet und es geht auch über Schwangerschaft, Hochzeitreisen und mehr Themen.

Webcomics auf Tumblr, Pinterest und Blogs

Bei meinen Recherchen habe ich noch diese Auflistung mit den besten Links zu „Harry Potter“-Webcomics gefunden. Häufig passen Kreativität und Humor, doch richtig qualitativ überzeugende Comics mit Harry Potter habe ich bislang im Internet nicht gefunden. Dabei gibt die Welt doch so viel her. Es gibt kaum ein Franchise, in dem so viele Hauptcharaktere und Nebencharaktere so viele Fans hinter sich haben. Alle Geschichten wurden noch nicht erzählt und somit gibt es noch so viel erzählenswertes.

All diese Versuche von Web-Comics, aber auch die zahlreichen Fan Fiktion-Geschichten auf den bekannten Plattformen zeigen auf, dass sich die Fans noch mehr Geschichten wünschen und gerade in solch einer zauberhaften Welt ist der Comic doch eigentlich das richtige Medium dafür.

Es gibt so viele Anleitungen über das Malen und Zeichen von Harry Potter oder auch Malbücher, aber keinen einzigen empfehlenswerten Comic.

Kennt ihr entsprechendes Comic-Material über „Harry Potter“? Würdet ihr Comics über die Welt von Harry Potter lesen? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.

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Alle Post-Credit-Scenes im MCU

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Post-Credit-Scenes sind zusätzliche Filmszenen, die bei jedem Marvel-Film während und nach dem Abspann gezeigt werden. Das wissen längst nicht alle Marvel-Fans.

Warum bleiben Kinobesucher von Marvel-Filmen beim Abspann sitzen?

Ich hätte nicht gedacht, dass ich diese Fragen im Jahr 2021 noch auf diesem Blog beantworten muss, aber mein letzter Kinobesuch zeigte auf, dass selbst große Fans des Marvel Cinematic Universe (MCU) es entweder noch immer nicht wissen oder es sie einfach nicht interessiert.

In jedem Film seit „Iron Man“ im Jahr 2008 gibt es nach oder während dem Abspann noch spezielle Szenen, die meistens auf einen kommenden Film aufmerksam machen oder ein großes Thema im MCU aufmachen. Diese Szenen können interessant, lustig oder erschreckend sein, aber vor allem gehören sie wie jeder Film und mittlerweile jede Szene fest zum MCU.

Offensichtliche Marvel-Fan verlassen zu früh das Kino

Ich war letzte Woche in Spider-Man: No Way Home und beobachtete folgende Szene. Zwei junge Frauen saßen ein paar Plätze von mir entfernt in der gleichen Reihe neben mir im Kino. Alle Anspielungen und Überraschungen in dem Film kommentierten sie mit großen Jubelstürmen, lachten an den richtigen Stellen laut und fieberten in den emotionalen Szenen des Films mit. Für mich sahen die beiden wie große Fans der Marvel-Filme ab. Dann kam der Abspann und sofort nahmen beide ihre Sachen und verließen das Kino. Im aktuellen Marvel-Film gibt es eine Post-Credit-Scene und am Ende kommt der Trailer zu dem neuen Film mit Dr. Strange. Ein Novum im MCU, denn noch nie gab es einen Trailer an dieser Stelle zu sehen.

Post-Credit-Scenes auch in den Marvel-Serien

Übrigens gibt es auch Post-Credit-Scenes bei den Sony-Filmen mit Marvel-Charakteren, wie zum Beispiel bei Venom. Auch DC Comics baute dieses beliebte Feature in seine Filme ein. Mittlerweile haben es die Post-Credit-Scenes auch nach Disney+ geschafft. Hier können wir bei jeder Folge nicht wissen, ob nicht doch eine kleine Szene noch kommt.

Bei WandaVision kommen Post-Credit-Scenes nach den Folgen 7, 8 und 9. Bei „The Falcon and The Winter Soldier“ nach den Folgen 5 und 6. Bei Loki nach der 4. und 6. Episode. Bei Hawkeye erwartet uns ein kleines Special nach dem Staffelfinale in Folge 6. Sogar die Animationsserie  „What If…?“ hat mich nach der 9. Folge mit einer Post-Credit-Scene überrascht.

Video mit allen Post-Credit-Scenes aus dem MCU

In dieser Playlist bei YouTube findet ihr alle Post-Credit-Scenes aus dem Cinematic Universe und die anderen aus den Serien müsst ihr bei Google suchen. Diese wurde noch nicht um die Szenen aus dem aktuellen Spider-Man ergänzt, aber dies ist zu diesem Zeitpunkt wohl auch richtig so.

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Warum gibt es diese Post-Credit-Scenes?

Das Kinouniversum von Marvel ist gewaltig, denn immer mehr Superhelden und Superschurken betreten diese Welt. Nun scheint es auch so, dass wir mit Hilfe des Multiversums auch die Helden von Sony und die aus den Marvel-Serien von Netflix nach und nach vereint bekommen. Zwischen den Filmen oder den Abschlüssen von komplexen Handlungssträngen liegen häufig viele Jahre, doch diese Szenen geben uns einen Vorgeschmack auf das was noch kommen mag. Einige Projekte sind viele Jahre zuvor auf diesem Weg angekündigt worden.

Irgendwann begannen die Macher von Phasen im MCU zu sprechen, so dass wir aktuell in der vierten Phase stecken und wir kurz vor der Phase 5 stehen, die dann unter anderem aus Auftritten von Blade und Fantastic Four bestehen wird.

Die große Suche nach Easter Eggs

Es gibt immer mehr Videos und Social-Media-Kanäle, die sich nur mit den Easter Eggs aus den Filmen beschäftigen. Hardcore-Fans erkennen Zusammenhänge, wenn gewisse Nummernschildern auf Autos genau die Zahlen beinhalten, die dann die Nummern der Comics sind, in denen gewisse Charaktere ihre Premiere feierten. Auf jedem Werbeplakat oder Zeitung kann ein versteckter Hinweis stehen. Kevin Feige und sein Team bauen dutzende geheime Rätsel und Anspielungen ein, die das MCU weiter miteinander verstricken.

Kleine Auftritte von beliebten Charakteren

In „Guardians of the Galaxy“ tauchte plötzlich der beliebte Howard the Duck auf. In einer kleinen Szene bekamen wir Howard the Duck kommentarlos im Kampf gegen Thanos in „Avengers: Endgame“ zu sehen. Diese kleinen versteckten Fanservices lieben wir Fans des MCU natürlich. Sie helfen der Handlung nicht, aber machen die Comic-Leser sehr glücklich.

Wenn ihr eine genaue Übersicht und Erklärungen haben wollt, dann folgt mal diesem Link und lest euch alles durch, was ihr eventuell im Kino verpasst habt. Da kommt mittlerweile einiges zusammen.

 

 

Mein wildester Kinobesuch | Spider-Man: No Way Home

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„Spider-Man: No Way Home“ setzt neue Maßstäbe für das Marvel Cinematic Universe (MCU). Jetzt ist alles möglich! Dieser Artikel enthält Spoiler und bitte geht vorher in den Film und meidet Artikel wie diesen. Lasst euch den wahrscheinlich besten MCU-Film aller Zeiten nicht entgehen und geht bitte ins Kino!

Ich habe mich seit Freitag auf das Schreiben dieses Blog-Artikels gefreut, denn noch nie bin ich so begeistert aus einem Kino gegangen. Die Angst vor Spoilern hat mich dazu getrieben, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben alleine in einen Kinofilm gegangen bin. Mir war bewusst, dass ich am ersten Wochenende in den Film gehen muss, da ich beruflich viel mit Social Media mache, dort auch in vielen Comic-Gruppen aktiv bin und diese Veröffentlichung von den heißesten und spannendsten Gerüchten begleitet wurde. Nun versuche ich mich aber zu sammeln und strukturiere mich.

Marvel definiert den „Fanservice“ neu

Ich habe das Wort „Fanservice“ schon häufig unüberlegt in den Mund genommen, denn der Ursprung des Worts kommt aus dem Bereich der Anime und Manga, aber wurde dort früher verwendet, wenn spezielle Wünsche der Fans in den Geschichten umgesetzt wurden, die zwar den Fans gefallen haben, aber der Fanservice keinen Wert für die Handlung hatte.

Bei Marvel ist es schwer zu sagen ob hier ein Fanservice in „Spider-Man: No Way Home“ angewendet wurde. Selbst wenn all diese lang ersehnten Wünsche der Fans nur ein „spontaner“ Fanservice gewesen sein sollte, dann wurden aber all die Überraschungen durchaus mit einem Mehrwert für das MCU eingebaut.

Ein Auftritt ohne Mehrwert für die Story

Der einzige erkennbare Fanservice ohne speziellen Mehrwert für die Story war der Auftritt des blinden Anwalts Matt Murdock. Matt Murdock ist Daredevil und wird in dem Film von dem Schauspieler Charlie Cox gespielt. Dies sorgte für Jubelstürme im Kinosaal, denn mit diesem Auftritt wurde klar, dass die Marvel-Netflix-Serien nun offiziell Teil des Marvel Cinematic Universe geworden sind. Es gab zwar in den Netflix-Serien bereits Anspielungen auf die Geschehnisse anderer Filme im MCU, doch andersherum wurde es bisher nicht umgesetzt. Nun hoffen natürlich die Fans, dass dies eben nicht nur ein Fanservice war, sondern wir Charlie Cox in seiner Rolle als Daredevil bald auf der großen Leinwand sehen dürfen.

Der Kameraschwenk auf Matt Murdock, der Fang des Steines, die Verwunderung von Tante May, Peter Parker und Happy, die Szene war einfach perfekt. Im Kinosaal wurde gejubelt, geschrien und gekreischt. Ich selbst gab irgendwelche Laute von mir. Im Vorfeld zu dem Film hatte ich schon mal hier über die möglichen Überraschungen berichtet, aber ich sah vor meinem Kinobesuch zum Glück keine Bilder von all den Überraschungen.

Das Multiversum verbindet Sony mit Disney

Die Öffnung des Multiversums hat endgültig die Marvel-Lizenzen von Sony und Disney verschmolzen. Die Auftritte von Tobey Maguire und Andrew Garfield waren ebenfalls perfekt inszeniert. Jeder Spider-Man kämpfte mit seinen eigenen Dämonen und Schicksalsschlägen. Jede Filmreihe mit einem neuen Spider-Man wurde angetrieben durch einen anderen Peter Parker. Die Gespräche der drei Peter Parkers gingen unter die Haut. Plötzlich beendeten Tobey Maguire und Andrew Garfield den berühmten Satz „Aus großer Kraft folgt große Verantwortung“, den Tom Holland nicht wie die anderen beiden von Onkel Ben mitbekam, sondern von seiner Tante May.

Im Vorfeld zum dritten Spider-Man mit Tom Holland gab es wieder Streit zwischen Disney und Sony. Sony besitzt weiterhin die Rechte an Spider-Man, aber sie arbeiten seit „The First Avenger: Civil War“ zusammen, so dass Spider-Man endlich ins MCU kommen konnte.

Venom bald im MCU

In der ersten von zwei Post-Credit-Scene sehen wir Tom Hardy in seiner Rolle als Venom. Er ist ebenfalls durch das Loch im Multiversum hindurchgeschlüpft. Nachdem er wie all die anderen Ausreißer verschwindet sehen wir, dass ein Teil des Symbionten zurückgeblieben ist. Dies gibt die Möglichkeit im MCU einen neuen Venom zu etablieren, während Tom Hardy aber in seinem Universum auch noch Venom 3 drehen könnte.

Wie geht es weiter mit Spider-Man im MCU?

Die Zusammenarbeit zwischen Sony und Disney ist besser geworden, so dass bereits eine neue Trilogie mit Tom Holland als Spider-Man angekündigt wurde. Der Schauspieler kann den Superhelden noch viele Jahre spielen und seine Entwicklung aus den Comics bietet noch so viele Geschichten rund um den erwachsenen Spider-Man, den Vater Spider-Man oder auch der Geschäftsmann Peter Parker. Es wäre schon toll, wenn Spider-Man im vierten Teil unter J. Jonah Jameson beim Daily Bugle arbeiten würde.

Der Journalismus in diesem Film wird hauptsächlich im Fernsehen in diesem Film betrieben und nicht von Zeitungen. Mal sitzt J. Jonah Jameson im großen Fernsehstudio oder an einem Schreibtisch vor einem Greenscreen für Streamer.

Spider-Man gegen Venom im vierten Teil?

Spider-Man 4 wird wohl darauf hinauslaufen, dass es zum Kampf zwischen Spider-Man und Venom kommt. Jedoch musste Dr. Strange einen Zauber aussprechen, der dafür sorgte, dass alle Menschen Peter Parker vergessen müssen. Peter Parker ist nun alleine auf der Welt und hat keine Freunde und Verbündete mehr. Alle kennen Spider-Man, aber nun hat er seine Geheimidentität wieder.

Ist der Tod von Tante May schon verarbeitet?

Tobey Maguire sorgt dafür, dass Tom Holland den grünen Kobold nicht tötet und bezahlt damit fast mit seinem Leben. Die Frage ist, ob der Tod von Tante May noch weiter verarbeitet muss oder die Szene bereits die Wut entfernt hat. Es ist spannend ob Peter Parker weiterhin jedem helfen will um jeden Preis oder ob diese Charakterentwicklung den Superhelden in ihm reifen lässt.

Lässt sich „Spider-Man: No Way Home“ noch toppen

Ich wage mal die kühne These, dass der Film sich nicht von alleine toppen wird. Dazu braucht es das Zusammenspiel des gesamten MCU. Ein Kampf gegen Venom kann den nächsten Film mit Spider-Man nicht alleine tragen. Im jetzigen Film traf er auf gleich vier seiner bekanntesten Widersacher und darum reicht Venom alleine nicht aus. Sollte Tom Hardy selbst ins MCU kommen, dann könnte er sich Hilfe von Spider-Man gegen Carnage suchen. Tom Hardy ist ein Publikumsliebling und auf der richtigen Seite im Zusammenspiel mit Spider-Man könnte es unterhaltsam werden.

Es bleibt abzuwarten welche Anknüpfungspunkte und Verwicklungen es bis zum vierten Teil geben wird. Es gibt auch genug Geschichten in denen Spider-Man an der Seite von Daredevil kämpft.

Neben den Gegnern ist auch das Privatleben von Peter Parker natürlich spannend. Seine große Liebe Michelle „MJ“ Jones und sein bester Freund Ned Leeds haben ihn vergessen. Im MCU kann alles passieren, so dass dieses Trio auch in Zukunft die Verbrecher jagen kann. Andererseits gibt es Spider-Man auch die Möglichkeit erwachsener zu werden, so dass die eher kindischen Elemente wegfallen könnten.

Dieser Film ist so facettenreich, beinhaltet so viele Überraschungen und Easter Eggs. Habe ich etwas vergessen, dann schreibt mir gerne einen Kommentar!

Bildquelle: Sony Pictures

Eine kurze Geschichte der Menschheit | Graphic Novel

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Es gibt keine bessere Zeit als sich in diesen Zeiten die Entwicklung der Menschheit genauer anzuschauen. Wie konnte der Mensch am Ende über die Erde regieren?

Ich muss vorab die Geschichte erzählen, wie es zu diesem Artikel überhaupt kommen konnte. Ich habe vor einigen Wochen über die Graphic Novel „Sonne und Beton“, basierend auf den Roman von Felix Lobrecht, berichtet. Er postete einen Screenshot der aktuellen Charts aus der Kategorie „Graphic Novels“ und erzählte stolz über den zweiten Platz. Jedoch befand sich der zweite Band der Reihe „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ von Yuval Noah Harari auf dem ersten Platz. Ich schrieb also den Verlag „C.H. Beck“ an und erkundigte mich nach einer Möglichkeit der Zusammenarbeit. Der Verlag war daraufhin so nett und schickte mir die ersten beiden Bände zu.

Die Grundlage der Graphic Novel

Haltet mich für unbelesen, aber dieser Weltbestseller ist komplett an mir vorbeigegangen. Das Sachbuch „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ von Yuval Noah Harari wurde in über 50 Sprachen übersetzt und mehr als 10 Millionen Mal verkauft. Der Geschichtsprofessor erzählt die Geschichte der Menschheit auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse, vielen Fakten und ihm gelingt darüber hinaus noch eine unterhaltsame und bildhafte Sprache. Ich habe nur Ausschnitte des Buchs im Internet gelesen, aber bereits die ersten Seiten der Graphic Novel entfachen ein sprachliches und bildliches Feuerwerk.

Comic über die Menschheitsgeschichte

Die Verwandlung des Sachbuchs in aktuell zwei großen Comicbänden gelang durch einen belgischen und einen französischen Comicautor, die bereits Erfahrungen mit Comic-Biografien, Humor und Geschichte gesammelt hatten. Im Hardcover haben wir knapp 250 Seiten auf einer Größe laut Amazon von 21.3 x 2.7 x 28.2 cm. Es ist also ein wirklich handfestes Buch.

Das Original hat 528 Seiten, doch ein typisches Charakteristika einer Graphic Novel ist eben der Übertrag des nahezu vollständigen Textes, der eben durch die Bebilderung am Ende mehr Seiten erhalten muss.

Historie mit Popkultur der Gegenwart verknüpft

Der Autor selbst tritt in der Graphic Novel als Erklärer und Erzähler auf. Im ersten Band erklärt er größtenteils seiner Nichte die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Menschen, erklärt den Begriff „Spezies“ und wenn sich zum Beispiel auf historische Wissenschaftler:innen bezieht, dann besucht er kurzerhand mit ihr eine Vorlesung. Das Buch ist voll mit popkulturellen Anspielungen und Verweisen, so dass auch der Evolution eine Staffel-Serie und eine TV-Show wird.

Ähnliche Stilmittel nutzte auch Miguel Robitzky in seiner Graphic Novel. Er setzte sich humoristisch und satirisch mit einer historischen Figur auseinander, ließ immer wieder die Gegenwart anklopfen und überraschte am Ende des Comics mit einem ausführlichen Quellenverzeichnis.

Von schräg bis lehrreich

Der Comic schafft es die Leser:innen immer wieder zu überraschen, weil Anschauungsbeispiele und auch Vergleiche manchmal auf dem ersten Blick so absurd scheinen, aber sich dann doch in dem Kontext komplexer Zusammenhänge der Menschheitsgeschichte einfügen. Plötzlich sitzen historische Persönlichkeiten für ein Interview in einer TV-Show, dann tauchen Superhelden auf oder in einem Boxring stehen sich plötzlich ein Sapiens und ein Neandertaler gegenüber. Das Lesen macht wirklich einen großen Spaß und ich bin sehr gespannt auf die anderen Bände.

Die Bände sind in Kapiteln unterteilt und am Ende eines jeweiligen Kapitels gibt es so viele lustige Ankündigungen, wie zum Beispiel „Demnächst bei Sapiens“ und hier werden dann Cliffhanger aufgebaut. Es ist einfach fantastisch!

Yuval Noah Harari Graphic Novel

Comics für die Schule

Ich halte die Graphic Novel für so lehrreich, dass ich mir sowohl eine Verfilmung als Animationsserie wünsche, als auch endlich mehr Comics in den Schulen sehen wollen würde. Je mehr historische und gesellschaftliche Themen in Form einer Graphic Novel konsumiere, desto häufiger wünsche ich mir mehr Umsetzungen historischer, wissenschaftlicher und komplexer Prozesse für dieses Medium.

Diese zwei Bände sind das perfekte Weihnachtsgeschenk für junge Comic-Fans, denn es verbindet Unterhaltung, Bildung und Wissen sehr aufregend und mitreißend. Der Verlag C. H. Beck aus München hatte sich bislang noch keinen großen Ruf in der Comic-Szene erarbeitet, weil er sich eher auf Wissenschaft und Sachbücher spezialisierte. Während ich Germanistik und Geschichte studierte hatte ich häufig mit den Büchern aus dem Verlag zu tun, aber desto größer war meine Begeisterung, dass dieses Meisterwerk dort erschienen ist. Der Weg in die Klassenzimmer und Hörsäle  ist von diesem Verlag aus nicht ganz so weit, wie der von anderen.

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