Spider-Man und Dr. Strange

„Spider-Man: No Way Home“ setzt neue Maßstäbe für das Marvel Cinematic Universe (MCU). Jetzt ist alles möglich! Dieser Artikel enthält Spoiler und bitte geht vorher in den Film und meidet Artikel wie diesen. Lasst euch den wahrscheinlich besten MCU-Film aller Zeiten nicht entgehen und geht bitte ins Kino!

Ich habe mich seit Freitag auf das Schreiben dieses Blog-Artikels gefreut, denn noch nie bin ich so begeistert aus einem Kino gegangen. Die Angst vor Spoilern hat mich dazu getrieben, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben alleine in einen Kinofilm gegangen bin. Mir war bewusst, dass ich am ersten Wochenende in den Film gehen muss, da ich beruflich viel mit Social Media mache, dort auch in vielen Comic-Gruppen aktiv bin und diese Veröffentlichung von den heißesten und spannendsten Gerüchten begleitet wurde. Nun versuche ich mich aber zu sammeln und strukturiere mich.

Marvel definiert den „Fanservice“ neu

Ich habe das Wort „Fanservice“ schon häufig unüberlegt in den Mund genommen, denn der Ursprung des Worts kommt aus dem Bereich der Anime und Manga, aber wurde dort früher verwendet, wenn spezielle Wünsche der Fans in den Geschichten umgesetzt wurden, die zwar den Fans gefallen haben, aber der Fanservice keinen Wert für die Handlung hatte.

Bei Marvel ist es schwer zu sagen ob hier ein Fanservice in „Spider-Man: No Way Home“ angewendet wurde. Selbst wenn all diese lang ersehnten Wünsche der Fans nur ein „spontaner“ Fanservice gewesen sein sollte, dann wurden aber all die Überraschungen durchaus mit einem Mehrwert für das MCU eingebaut.

Ein Auftritt ohne Mehrwert für die Story

Der einzige erkennbare Fanservice ohne speziellen Mehrwert für die Story war der Auftritt des blinden Anwalts Matt Murdock. Matt Murdock ist Daredevil und wird in dem Film von dem Schauspieler Charlie Cox gespielt. Dies sorgte für Jubelstürme im Kinosaal, denn mit diesem Auftritt wurde klar, dass die Marvel-Netflix-Serien nun offiziell Teil des Marvel Cinematic Universe geworden sind. Es gab zwar in den Netflix-Serien bereits Anspielungen auf die Geschehnisse anderer Filme im MCU, doch andersherum wurde es bisher nicht umgesetzt. Nun hoffen natürlich die Fans, dass dies eben nicht nur ein Fanservice war, sondern wir Charlie Cox in seiner Rolle als Daredevil bald auf der großen Leinwand sehen dürfen.

Der Kameraschwenk auf Matt Murdock, der Fang des Steines, die Verwunderung von Tante May, Peter Parker und Happy, die Szene war einfach perfekt. Im Kinosaal wurde gejubelt, geschrien und gekreischt. Ich selbst gab irgendwelche Laute von mir. Im Vorfeld zu dem Film hatte ich schon mal hier über die möglichen Überraschungen berichtet, aber ich sah vor meinem Kinobesuch zum Glück keine Bilder von all den Überraschungen.

Das Multiversum verbindet Sony mit Disney

Die Öffnung des Multiversums hat endgültig die Marvel-Lizenzen von Sony und Disney verschmolzen. Die Auftritte von Tobey Maguire und Andrew Garfield waren ebenfalls perfekt inszeniert. Jeder Spider-Man kämpfte mit seinen eigenen Dämonen und Schicksalsschlägen. Jede Filmreihe mit einem neuen Spider-Man wurde angetrieben durch einen anderen Peter Parker. Die Gespräche der drei Peter Parkers gingen unter die Haut. Plötzlich beendeten Tobey Maguire und Andrew Garfield den berühmten Satz „Aus großer Kraft folgt große Verantwortung“, den Tom Holland nicht wie die anderen beiden von Onkel Ben mitbekam, sondern von seiner Tante May.

Im Vorfeld zum dritten Spider-Man mit Tom Holland gab es wieder Streit zwischen Disney und Sony. Sony besitzt weiterhin die Rechte an Spider-Man, aber sie arbeiten seit „The First Avenger: Civil War“ zusammen, so dass Spider-Man endlich ins MCU kommen konnte.

Venom bald im MCU

In der ersten von zwei Post-Credit-Scene sehen wir Tom Hardy in seiner Rolle als Venom. Er ist ebenfalls durch das Loch im Multiversum hindurchgeschlüpft. Nachdem er wie all die anderen Ausreißer verschwindet sehen wir, dass ein Teil des Symbionten zurückgeblieben ist. Dies gibt die Möglichkeit im MCU einen neuen Venom zu etablieren, während Tom Hardy aber in seinem Universum auch noch Venom 3 drehen könnte.

Wie geht es weiter mit Spider-Man im MCU?

Die Zusammenarbeit zwischen Sony und Disney ist besser geworden, so dass bereits eine neue Trilogie mit Tom Holland als Spider-Man angekündigt wurde. Der Schauspieler kann den Superhelden noch viele Jahre spielen und seine Entwicklung aus den Comics bietet noch so viele Geschichten rund um den erwachsenen Spider-Man, den Vater Spider-Man oder auch der Geschäftsmann Peter Parker. Es wäre schon toll, wenn Spider-Man im vierten Teil unter J. Jonah Jameson beim Daily Bugle arbeiten würde.

Der Journalismus in diesem Film wird hauptsächlich im Fernsehen in diesem Film betrieben und nicht von Zeitungen. Mal sitzt J. Jonah Jameson im großen Fernsehstudio oder an einem Schreibtisch vor einem Greenscreen für Streamer.

Spider-Man gegen Venom im vierten Teil?

Spider-Man 4 wird wohl darauf hinauslaufen, dass es zum Kampf zwischen Spider-Man und Venom kommt. Jedoch musste Dr. Strange einen Zauber aussprechen, der dafür sorgte, dass alle Menschen Peter Parker vergessen müssen. Peter Parker ist nun alleine auf der Welt und hat keine Freunde und Verbündete mehr. Alle kennen Spider-Man, aber nun hat er seine Geheimidentität wieder.

Ist der Tod von Tante May schon verarbeitet?

Tobey Maguire sorgt dafür, dass Tom Holland den grünen Kobold nicht tötet und bezahlt damit fast mit seinem Leben. Die Frage ist, ob der Tod von Tante May noch weiter verarbeitet muss oder die Szene bereits die Wut entfernt hat. Es ist spannend ob Peter Parker weiterhin jedem helfen will um jeden Preis oder ob diese Charakterentwicklung den Superhelden in ihm reifen lässt.

Lässt sich „Spider-Man: No Way Home“ noch toppen

Ich wage mal die kühne These, dass der Film sich nicht von alleine toppen wird. Dazu braucht es das Zusammenspiel des gesamten MCU. Ein Kampf gegen Venom kann den nächsten Film mit Spider-Man nicht alleine tragen. Im jetzigen Film traf er auf gleich vier seiner bekanntesten Widersacher und darum reicht Venom alleine nicht aus. Sollte Tom Hardy selbst ins MCU kommen, dann könnte er sich Hilfe von Spider-Man gegen Carnage suchen. Tom Hardy ist ein Publikumsliebling und auf der richtigen Seite im Zusammenspiel mit Spider-Man könnte es unterhaltsam werden.

Es bleibt abzuwarten welche Anknüpfungspunkte und Verwicklungen es bis zum vierten Teil geben wird. Es gibt auch genug Geschichten in denen Spider-Man an der Seite von Daredevil kämpft.

Neben den Gegnern ist auch das Privatleben von Peter Parker natürlich spannend. Seine große Liebe Michelle „MJ“ Jones und sein bester Freund Ned Leeds haben ihn vergessen. Im MCU kann alles passieren, so dass dieses Trio auch in Zukunft die Verbrecher jagen kann. Andererseits gibt es Spider-Man auch die Möglichkeit erwachsener zu werden, so dass die eher kindischen Elemente wegfallen könnten.

Dieser Film ist so facettenreich, beinhaltet so viele Überraschungen und Easter Eggs. Habe ich etwas vergessen, dann schreibt mir gerne einen Kommentar!

Bildquelle: Sony Pictures

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