Die Geschichte des DC Comic-Universum reicht bis in die 1930er Jahre zurück und hat bis heute eine enorme Entwicklung durchgemacht. Dadurch ist es für Neueinsteiger oftmals nicht leicht die Einflüsse der Vergangenheit nachzuvollziehen. Daher wollen wir euch einen kurzen Einblick in die relevanten Ereignisse rund um die Comics von Superman, Batman &Co. geben.

Als Pioniere voran

Spricht man von der Gründung des heute als „DC-Comics“ bekannte Unternehmen, wird oft auf Malcolm Wheeler-Nicholson verwiesen, der 1934 die sogenannte „National Allied Publications“ gründete. Nur ein Jahr später begann er bereits unter diesem Namen die Veröffentlichung der ersten Comic-Serie „New Fun: The Big Comic Magazine“. Der Pionier der klassischen Comichefte war geboren, der sich hauptsächlich auf die Erzählung unterschiedlicher Geschichten konzentrierte, aber dabei keinen festgelegten Helden besaß.

Die zweite Comic-Serie „New Comics“, welche nach kurzer Zeit in „Adventure Comics“ umbenannt wurde, legte ihren Fokus hingegen auf die Erzählung spannender Geschichten und griff in den 40er Jahren zum ersten Mal das Motiv des Superhelden auf.

Durch die, während des 2. Weltkriegs zurück gehenden Verkaufszahlen, sah sich der Gründer von „National Allied Publications“ wegen erhöhter Schulden dazu gezwungen mit Harry Donnerfeld zusammen zu arbeiten. Sie gründeten „Detective Comics Inc.“ und veröffentlichten eine gleichnamige Comic-Serie. Letztlich wurde „National Allied Publications“ durch „Detective Comics“ aufgekauft.

Der größte Erfolg

Superman

1938 wurde dann eine neue Comic-Serie namens „Action Comics“ veröffentlicht, in dessen erster Fassung bereit der kostümierte Held Superman enthalten war. Diesem folgten seine bekannten Kollegen wie Batman, Wonder Women, Flash und Green Lantern. Nicht umsonst nennt man dieses Jahrzehnt das Goldene Zeitalter der Superheldencomics, denn die Resonanz dieser Comics war durchweg positiv.

Doch nach dem Ende des 2. Weltkrieges ging das Interesse an den Superhelden zurück, wodurch der Verlag sich dazu entschied sich auf andere Genres zu konzentrieren und nur noch die bekanntesten Superhelden-Geschichten fortgesetzt wurden. Erst in den 50er Jahren wagte man einen Neustart und begann damit Flash und Green Lantern in einer neuen Version aufleben zu lassen, wobei besonders Flash sich als großer Erfolg herausstellte. Doch der größte Höhepunkt war die Gründung der „Justice League of America“, welche den -zusammenschluss der bekanntesten Helden thematisierte und in den folgenden Jahrzehnten oft adaptiert werden sollte.

Daraufhin folgte das sogenannte Silberne Zeitalter der Superheldencomics in den 60er Jahren, in dem erhöht neue Helden erschaffen wurden, wobei die parallele Veröffentlichung mit MARVEL besonders auffiel, die sich durch den steigenden Erfolg von DC gezwungen fühlten nachzulegen und Konkurrenz zu schaffen. Vor allem die verstärkte Verwendung von weiblichen Charakteren viel auf, wie zum Beispiel Gestalten wie Spider-Woman, auf Seiten MARVEL, oder Power-Girl.

Eine neue Ära

Zum Ende des Jahrzehnts schlossen sich „Warner Bros.“ und „National Publication“ zusammen und nannten sich in den 70er Jahren dann in das heute bekannte „DC Comics, Inc“, um. Im Zuge dieses Zusammenschusses wurden alte Mitarbeiter durch jüngere ersetzt, um neuen Wind in die Schaffung der Geschichten zu bringen. Doch diese Neulinge waren sehr stark von dem organisatorischen Konzept von MARVEL geprägt und versuchten ebenfalls die DC Welten miteinander zu verknüpfen. Leider führte das dazu, dass man die Kontrolle über das Ganze verlor. Die Gesamthandlung wurde zu komplex und zu verworren, sodass der Durchschnittsleser diese nicht mehr richtig nachvollziehen könnte. Dadurch ging das Interesse an den Comics plötzlich verloren. Dies war der Beginn des sogenannten Bronzenen Zeitalters der Superheldencomics, dessen Einflüsse bis in das darauffolgende Jahrzehnt reichen sollten.

Anfang der 80er Jahre startete DC eine Gegenmaßnahme und fing an die Paralleluniversen abzuschaffen, um eine einzige Welt zu kreieren. Dazu erschien die „Crisi on Infinite Earths“-Reihe, womit ein kompletter Neuanfang geschaffen wurde. Viele Charaktere wurden neu aufgelegt. Vor allem die  „Man of Steel“Reihe hob sich hervor, da sie der Geschichte von Superman ein neues Gesicht verlieh. Offiziell spricht man in diesem Kontext auch vom Anfang des modernen Zeitalters der Superheldencomics, welches MARVEL, durch seine überragende Freiheit für Leser und Künstler, mühelos von seinem damaligen Thron stürzte.  Besonders „Watchmen“ (1986) und „The Dark Knight Returns“ (1986/87) waren extrem populär und sicherten DC den Erfolg.

Höhen und Tiefen

Der allgemeine Aufschwung der Branche wurde dann in den 90er Jahren stark bemerkbar, als die Comichefte als Sammelstücke betrachtet wurden. Zudem wurden die letzten offenen Fragen, die nach „Crisis on Infinite Earths“ aufkamen durch „Zero Hours“ (1994) geklärt. Ein letzter deutlicher Aufschwung entstand durch den Tod von Superman (1994), sowie die Verkrüppelung von Batman (1993/94). Doch dann gingen die Verkaufszahlen infolge der Spekulationsblase, durch den starken Konjunkturrückgang stark zurück. Dies lag auch an der Interessenlosigkeit der Öffentlichkeit an Comics, wodurch der Konkurrent MARVEL in den 90er Jahren kurz vor dem Bankrott stand.

Im neuen Jahrhundert versuchte DC diesem Desinteresse entgegenzuwirken, was vor allem „Batman: Hush“ im Jahre 2002 gelang. Allmählich kehrte das Interesse wieder zurück, während mit „Identity Crisis“ (2004/05) weitere Lücken des Universums geschlossen wurden. Die Fortsetzung der Krisis-Reihe, aus den 80er Jahren „Infinite Crisis“ (2005/06) ließ die klassischen Superhelden, wie Superman, Batman und Wonder Woman für ein Jahr von der Bildfläche verschwinden, um anderen Gesichtern die Möglichkeit zu bieten ihre Spuren in der Geschichte zu hinterlassen. Doch auch die bekanntesten Charaktere wurden nicht vernachlässigt, sondern in der neu erschienen „All-Star“-Serie thematisiert, in der besonders die Ursprünge der Helden beleuchtet wurden. Ausgaben zu Wonder Woman und Batgirl waren ebenfalls geplant, bevor das Projekt 2008 gänzlich eingestellt wurde. 2001 verkündete DC, dass alle laufenden Serien des DC-Universums eingestellt werden und zum September des Jahres 52 neue Serien beginnen sollte. Im Rahmen dieser sogenannten „New 52“ hatten alle DC Comics eine neue Ausgaben Nummer 1.

Blick in die Zukunft

Doch was bleibt nach fast 80 Jahren DC-Geschichte? Besonders in den vergangenen Jahren erlebte das Motiv der Superhelden einen extremen Aufschwung. Charaktere wurden in Filmen präsentiert, während diverse Fanartikel den Markt überschwemmen und Videospiele wie „Injustice: Gods Among US“ (2013) den Eindruck vermitteln, dass man in den nächsten Jahren wohl noch einiges von den Superhelden erwarten darf. Wie sich das Ganze aber am Ende tatsächlich entwickelt beliebt abzuwarten.

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